Unterwegs

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Finale am Strand

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Die zwei Wochen am Strand haben wir souverän hinter uns gebracht. Vom Dorf haben wir fast alles gesehen und Ausflüge oder ähnliches haben wir geschickt vermieden. Obwohl man geschickt versucht hat, uns zum Tauchen zu locken. Da das aber frühes Aufstehen und pünktliches Erscheinen an einem ca. 800 Meter entfernten Ort beinhaltet hätte, haben wir uns dagegen entschieden. Unser größtes Abenteuer war die Erkundung der Dorfstraße.

Eines der großen Vorhaben war es, den Kindern schwimmen beizubringen. Geklappt hat das nicht ganz, aber sie können jetzt ohne Schwimmhilfe schnorcheln. Das hat uns manchen Nachmittag beschäftigt und war oft das Highlight des Tages. Schön zu sehen, wie kleine Kinder sich an einem sehr durchschnittlich besiedelten Riffdach erfreuen können. Die sehen das ja alles zum ersten Mal. Kind müsste man sein. Da ist das Leben noch aufregend und voller neuer Erfahrungen.

Die örtliche Crustacea Szene ist sicherlich erleichtert, unsere Abreise zu sehen. Jetzt muss sie nicht mehr ganz so sehr befürchten, den Tag in einem roten Eimer zuzubringen oder nach Sorte und Größe in unterschiedliche Eimer sortiert zu werden. Damit konnte das Söhnlein jeden Tag mehrere Stunden zubringen. Das Töchterlein hat derweil geredet. Ein Radio brauchten wir also nicht.

Leider ist Sebastian, der eigentlich Benjamin heißt, bis zum Schluss unser Nachbar geblieben. Die Kinder haben nach vielen erfolglosen verbalen Kommunikationsversuchen die nonverbale Kommunikation gewählt, das ging einigermaßen. Die Frage, ob wir die Sprache sprechen, die Sebastian, der eigentlich Benjamin heißt, spricht, mussten wir verneinen. Schwer zu erklären, dass Deutsch nicht gleich Deutsch ist. Ich werde mich lange an den ca. 15 mal von Benjamin an Sasha gerichteten Satz: „Gngma n Kieps.“ erinnern. Nach dem 10. Mal begann sie nach der Ursache des seltsamen Geräusches zu suchen und identifizierte Sebastian, der eigentlich Benjamin heißt, als Quelle. In ihrer Ratlosigkeit wandte sie sich an mich mit der Bitte um Hilfe. Gemeinsam erforschten wir das Mysterium und kamen zum Ergenbins, dass er uns den Inhalt seines Sandsiebes zeigen wollte. Einen Krebs. Vermutlich lautet die Übersetzung also: „Guck mal, ein Krebs!“ Und so ging das die ganze Zeit. Man kann sich seine Nachbarn eben nicht aussuchen.

Jetzt sind wir auch schon wieder in Bangkok. Ob es noch eine weitere Ansichtskarte gibt, weiß ich noch nicht. Lasst euch überraschen.

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