Unterwegs Ansichtskarten

14Apr/100

Back home

Wieder in Berlin und der Kulturschock sitzt tief. Will weg, ganz schnell. Aber die nächste Reise kommt bestimmt. Wir haben da schon eine Idee. Bis dahin vergnügt euch mit bester Batak-Musik und seht das jeder unterhaltsam sein kann. Dazu muss man nicht gut aussehen, auch tanzen können ist nicht nötig. Singen reicht und ein paar lustige Schrullen sollte man sich angwöhnen. Ich übe schon den ganzen Tag meine Hände auch so zu bewegen. Habt Spaß!

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6Apr/100

Medan – Singapur

Es ging noch weiter. Auf dem Flughafen in Medan gibt es keine Computer. Alles mit Stift und  Zettel. Ausrufen der Flugzeuge erfolgt nahmuendlich. Sehr ungewohnt, aber funktioniert. Wir  sind jetzt in Singapur. Letzter Stopp vor der Rueckreise ins Reich der Kaelte. Aber Singapur ist ja auch schon ein bisschen wie Westen. Wir akklimatisieren uns also wieder.

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6Apr/101

Medan (indonesisch fuer: Die Prachtvolle)

Nach vier Stunden mit dem Bus sind wir da. Eine Mopedrikscha bringt uns zum Hotel. Die laue Luft laesst uns frohlocken. Der anschliessende Spaziergang durch gepflegte Stadtviertel voller Menschen, deren hoechste Kunst es ist, dem Muessiggang zu froenen und die reichlich vorhandenen Gehwege mit ihren Fuessen zu segnen. Ein praechtiges Abendmahl am Park der Stadt kraeftigt uns, bevor wir den Weg zum Hotel zurueckschlendern. Was fuer ein grossartiger Tag.

So haette es werden koennen, waere es nicht Medan. Gehwege gibt es keine, wir waren die einzigen Fussgaenger. Luft gab es auch nicht, es sei denn Smog gilt als Luft. Es fuehlte sich eher an wie ein Unfall in einer umliegenden Chemiefabrik. Ein Teil des kraeftigenden Abendmahles ist uns kraeftig auf den Magen geschlagen.

Die Mopedfahrt war eine Katastrophe. Die vorherige Busfahrt war vom Ehrgeiz des Fahrers gepraegt, zu beweisen, dass der Bus schneller, besser und rasanter als jeder Ferrari ist. Fuer entgegenkommende Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen gibt es schliesslich Scheibenwischer + Bullenfaenger. Jawoll, dabei laufen Karaoke-DVDs mit promilitaerischen Texten (so sahen die Videos jedenfalls aus) oder Entschuldigungslieder fuer die jeweiligen Herzdamen der Herren Saenger (Inhalt ebenso der bildlichen Darstellung entnommen). Jedes Thema wurde allerdings im knallengen, goldgewirkten Versace-T-Shirt ueber dem beachtlichen Schmerbauch dargeboten. Gerade erinnere ich mich an deren Vokuhilas und Schnauzer. Deshalb kicher ich beim Schreiben vor mich hin. Entschuldigung dafuer.

Positive Erlebnisse gab es auch. Wir wurden als Attraktion des Tages im Bus von Mitreisenden fotografiert. Interessant das mal so rum zu erleben. Gar nicht so angenehm. Ein junger Mann wollte zudem die Kunst des grossen weissen Mannes lernen. Er bat mich, ihm waehrend der verbleibenden zwei Fahrtstunden beizubringen, wie ein Computer funktioniert. Ein Laptop haette er dabei. Ich habe abgelehnt. Kann ich ja nicht, Computer und so. Ich weiss es war gelogen, aber ich habe Urlaub. Zudem gilt das 8. Gesetz der Thermodynamik: Der Harakiribus ist kein guter Klassenraum.

Fazit: Fahrt nach Medan, es kann nur besser werden. Die beiden schoensten Ansichten der aufbluehenden Metropole habe ich beigefuegt.

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6Apr/102

Bye, Bye Samosir

Aufbruch am fruehen Morgen. Noch ein letzter Blick in die Fluten von Donau Tobau. Ein trauriger Blick unsererseits auf das 8 Uhr Boot, denn das naechste kommt bestimmt. Ein noch traurigerer Blick von der kleinen Inselbettlerin, die jetzt bemerkt, dass sie von uns nie etwas bekommen wird. Dazu ein schoenes indonesisches Fruehstueck, Nasi Goreng und Kopi Susu. Auf gehts. Das praechtige Medan erwartet uns.

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2Apr/100

TUK TUK Peninsula – Samosir Island

Das Flugzeug hatte tatsächlich Propeller, trug uns aber sicher nach Medan. Die Reise nach Samosir hat viel zu gut funktioniert. So haben wir das nicht erwartet. Zwischen Flugzeug - Taxi - Bus - Boot gab es je nur wenige Minuten Wartezeit. Das führt natürlich zu ungeahntem Urlaubsstress, wenn es um das Essen oder den Besuch der Kamera Kecil geht. Zum Glück haben wir einen normalen Bus genommen. Da gibt es stets ein reichhaltiges Angebot an Essen. Um diese Annehmlichkeiten wieder auszugleichen, war der Bus so eng bestuhlt, dass sogar die im Schnitt 1,60 m großen Indonesier wenig Raum haben. Zudem ist im indonesischen Linienbus das Rauchen erlaubt. Davon wird reger Gebrauch gemacht. Glücklicherweise hat die Fahrt nur fünf Stunden gedauert. Klingt lange, aber die Reisezeit in die nächste größere interessante Stadt Richtung Süden dauert 16, der Bus nach Jakarta fährt 43 Stunden.

Nach ca. 12 Stunden sind wir also angekommen und sitzen jetzt auf einer Insel inmitten eines Sees in der Caldera eines alten Vulkans. Das ganze liegt auf knapp 900 Meter Höhe, was das Wetter sehr angenehm kühl sein lässt. Wir machen seit Tagen nichts und werden das auch noch ein paar weitere Tage tun. Der Alltag pendelt zwischen Essen, schlafen, spazieren, lesen und ab und an mal in den See hüpfen zu einem Schwimm. Zwischendurch lullt uns der Regen ein. Die einzig aufregenden Dinge sind die Ankunft des stündlichen Bootes und die anderen Gäste, die zu 90% aus Indonesiern bestehen. Europäer etc. gibt es wenig.

Uns bleibt nichts weiter zu tun als zuzuhören, denn man singt hier gern, oft, laut und gut, und zuzusehen wie die Kinder spielen. Erholsam. Da stört der milchsaure Geruch unserer T-Shirts auch nicht, denn hier trocknet nichts in kurzer Zeit. Dafür sind die Häuser schön und in sehr eigenem Batak-Stil gebaut. Die Batak haben auch eine eigene Sprache und sind Christen. Frohe Ostern, Sumatra.

Es wird noch einen Zwischenstopp in Medan geben, dann fliegen wir nach Singapore und in der Nacht zum achten April gehts schon wieder heim. Viel zu kurz, viel zu schnell, es gibt noch so viel zu sehen. Wem also der Sinn nach einer Reise abseits der ganz breit ausgetretenen Wege steht, dem sei Sumatra ans Herz gelegt.

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29Mrz/103

Penang again

Gestern habe ich die Hindus ganz unterschlagen. Da wir heute an einem Tempel vorbeikamen, der keine Mauer hatte, wird das nachgeholt. Bilder unten. Meine Sonnenbrille habe ich auch verloren und als Ersatz gibt es einen 3 Euro RayBan-Nachbau wie ihn früher John Travolta trug. Ob ich das mal öffentlich zeige weiß ich noch nicht. Morgen früh dann auf nach Indonesien.

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28Mrz/100

Penang

Puh. Angekommen. Die Nacht war kurz und viel zu hell. Das Bett in unserem Zimmer haben wir uns redlich verdient. Schön, dass es Etablissements gibt in denen man schon morgens um acht einchecken kann.

Nach dem Vormittagsschlummer dann eine nicht so schöne Überraschung, die Fähre nach Medan fährt nur noch alle zwei Tage. Genau so haben wir uns das nicht vorgestellt. Zudem kommt sie auch zu spät in Medan an und würde uns dadurch zwei Reisetage klauen. Das geht so nicht. Eine Recherchestunde später, hoch auf das Internet, gab es eine Lösung. Wir verpesten die Umwelt und fliegen. Kostet das gleiche wie Fähre und hat auch noch einen schönen Namen:  Fireflyz. Der aufstrebende Stern am malayischen Billigflughimmel. Ich glaube die Flugzeuge haben Propeller. Und weil wir gerade dabei waren, haben wir auch noch Valuair von Medan nach Singapore gebucht.  Kostet auch nicht mehr als Bus und Bahn aber spart und ein paar Tage Reisezeit. Jetzt haben wir eine Woche um ein kleines bisschen Sumatra zu sehen. Nicht viel, aber besser als drei Tage. Falls der Typ das liest der damals mit dem Paten von Medan Whisky trank, dem sei gesagt, für Pulau Weh und Aceh wird das wohl nicht reichen.

Nach all der aufregenden Büroarbeit haben wir uns Penang verdient. Dazu Bilder unten und wir gehen jetzt ins Bett. Gute Nacht.

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27Mrz/100

KL to Georgetown (Penang)

Wir warten auf den Zug, der uns von KL nach Butterworth bringt. Leider hat der gegen alle Erwartung keine Schlafwagen. Uns steht eine Nacht im Sitzen bevor. Nach einen kurzen Faehrfahrt morgen frueh um sieben erst mal zwei Naechte Pause und dann ab nach Medan auf Sumatra. Vorher aber noch Nasi Lemak und Kopi Susu auf dem Bahnhof in Butterworth.  Die Zeit rennt schon wieder so fuerchterlich.

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27Mrz/100

Kuala Tahan – Taman Negara

Die Backpacker haben uns wieder. Das Anmeldebuch wies mich als aeltesten Gast aus. Juhu! Nach drei Stunden mit dem Boot sind wir angekommen, um zu realisieren das der Ort Strassenanschluss hat und ein Bus direkt zum Startpunkt fuehrt. Aber was tut man nicht alles fuer den schoenen Schein gaaaaanz tief im Wald zu sein. Allerdings liegt am gegenueberliegenden Ufer tatsaechlich eines der aeltesten Regenwaldgebiete der Welt und da waren wir heute mal. Tiere gab es und Baeume stark wie ein Bjoern. Schoen ist es schon. Es ist aber so tierisch heiss, dass Wandern im Wald nicht mit der heiligen Dreifaltigkeit zu vereinbaren ist. Wir fahren also morgen wieder ab. Ziel ist erstmal Georgetwon auf Penang, von wo aus es dann nach Indonesien gehen soll. Ich freu mich schon auf echtes Essen. Backpackeressen nervt. Warum stehen die drallen weissen Maedchen mir ihren Jungs eigentlich alle auf Fried Rice und Banana Pancakes? Diese Einfallslosigkeit prangere ich an.

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24Mrz/102

Reisehymnenvorschlag

Per Mail erreichte uns der Vorschlag doch lieber folgende Hymne zu nehmen.  Ihr dürft abstimmen!

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